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Wanderung Maria Dreieichen, Waldviertel

Bericht (erzählend!) von Andres Koban

An diesem Sonntag waren wir wackeren 8 Personen ziemlich erstaunt, als wir im tiefen, leicht schneebedeckten Waldviertel aus wahrscheinlich "Vorkriegstriebwagen"  Richtung Horn unterwegs, in Breiteneich ausstiegen. Es empfingen uns hier, mit Auto angereist, noch zwei Wanderführer und ihre Ehefrauen.

 

Die Freude groß, das Wetter mäßig (0°, trüb, jedoch fast windstill), marschierten wir nun um 11.00 Uhr los. Rund um die halbe Ortschaft, bis zum weiter entfernten Waldrand, leicht ansteigend, war uns bereits warm. Durch den Wald, teilweise am Waldrand, gelangten wir, vorbei an "Kreuzeiche" und auf Karrenwegen und Pfaden zum Marienbründl (heilend?), samt einer  touristisch erfundenen "Graslhöhle". Die eingefaßte Quelle war bereits "winterlich versiegt" und die sogenannte "Graslhöhle" mit Brettern zugenagelt (Einsturzgefahr).

 

Der "Räuberhauptmann" Johann Georg Grasl (an die 300 Schandtaten, sowie Raubmorde) entstammte einer Diebesfamilie aus dem Mährischen, wurde anno 1790 geboren und bereits anno 1818 mit zwei anderen Halunken unter Beifall von 60.000 Zuschauern am Galgen in Wien hingerichtet (Wikipedia).

 

Einige Meter weiter waren wir nun nach zwei Stunden in Maria Dreieichen angelangt (einst hing an einer der Eichen ein vielbesuchtes Marienbild und so kam es zu diesem Wallfahrtsort).

 

Unsere Einkehr im Gasthaus "Zur Eiche", bekannt auch als "Knödelwirt“, wurde durchaus zum kulinarischen Waldviertelerlebnis. Die berühmten Knödel in verschiedensten Variationen gefüllt, oder ungefüllt als Beilage zum saftigen Schweinsbraten ebenso, wie als geröstete Knödelmix mit Speck und Ei. Und daß es sich bei diesem netten Ausflug nur 12 von hunderten Döblinger Mitgliedern schmecken ließen, "ist direkt a Schand"!

 

Anschließend marschierten wir erst über den "Briefträgersteig", zwischendurch auf Karren- und Forstwegen, vorerst noch im Wald. Sodann nach einem "rutschig steilerem" Kleinstabstieg wanderten wir, schon mit festerem, raschen Schritt am Waldrand, zum Schluß zwischen Feldern und der Ortschaft Breiteneich, meist mit etwas Schnee, zurück zur Bahnhaltestelle.

 

Pünktlich, nach 5 Minuten (sehr knapp!) Wartezeit brachte uns der "Vorkriegszug" zurück zur Umstiegsstelle Richtung Wien. Den Mitgegangenen hat`s Freude gemacht und ich danke dafür.

 

Andreas, Wanderführer in OG Döbling

 

 

 

 

 

 

 

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